Persönliches

Ich wurde 1942 in München geboren. Nach der üblichen Schulzeit und zwei Jahren bei der Bundeswehr, habe ich in München und Johannesburg (Süd Afrika) Geophysik studiert, wie das Wort schon sagt, eine Mischung aus Geologie und Physik, mit Schwerpunkt der Anwendungen auf die Erforschung der Erdkruste. Damit beginnt natürlich schon die enge Berührung mit dem Stein, allerdings nicht künstlerisch sondern rein wissenschaftlich.

Nach dem Studium begann ich auf dem Gebiet der Öl und Gas Exploration für einen der grossen "Öl-Multis" zu arbeiten. Die nächsten 24 Jahre verbrachte ich damit in Holland, Oman, Thailand und London. Während dieser Zeit habe ich natürlich viele Steine gesehen. Im Idealfall waren das poröse, ölverschmierte, braune Sandsteine, nicht schön, aber einträglich.

Nach meiner Pensionierung zog die Familie ins malerische Aschau im Chiemgau. Dort gibt es seit vielen Jahren eine Sommerakademie (siehe "Links"). Neben vielen Kursen zur Malerei, Töpferei, Modellieren usw. gibt es dort auch einen Steinbildhauer Kurs. Nach meinem zweiten Kurs dort habe ich voll angebissen und die Faszination des Arbeitens mit dem Stein entdeckt.
Der Leiter der Kurse, Rudi Söllner (siehe "Links") arbeitet mit einem weichen Kalksandstein aus Süd-Italien ("pietra Leccese"). Innerhalb einiger Tage kann man damit seine Formvorstellungen verwirklichen. Dieser weiche Stein ist ideal für die ersten Versuche, aber schnell wechselte ich zu "richtigen" Steinen wie Marmor oder Kalkstein.

Seit diesem Kurs arbeite ich - nun schon seit 6 Jahren- in der Werkstatt eines Freundes, bei dem auch manchmal andere "Künstler" auftauchen, was oft zu interessanten Anregungen und dem Austausch von Erfahrungen führt.



Vorbilder und Anregungen

Jeder, der anfängt irgendwelche Kunst zu produzieren, steht vor dem Problem, dass alles schon irgendwann gemacht wurde, dass man nicht im luftleeren Raum beginnt. Es gibt das schöne Wort: "jeder Künstler steht auf den Schultern von Giganten." In der Steinbildhauerei gibt es in der Tat viele Giganten. Das beginnt z.B. mit den faszinierend "modernen" kleinen Marmorskulpturen der Zyladenkultur (vor etwa 4000Jahren) und weiter zu den wohl grössten Bildhauern der alten Welt, den Ägyptern und setzt sich fort mit der Antike, mit ihren perfekten Steinskulpturen des menschlichen Körpers, oder den herrlichen Skulpturen der Renaissance (Michelangelo).
Die "Moderne" wird eingeläutet durch den noch realistischen Rodin und bewegt sich zum Meister der Abstraktion und Vereinfachung Constantin Brancusi. Ein anderer wichtiger Steinbildhauer der Moderne ist Karl Prantl, der mit seinen klaren, einfachen, perfekt bearbeiten "Steinen zur Meditation" die Schönheit des Gesteins betont.

Was soll man angesichts dieser Giganten machen? Solche Qualitäten zu erreichen ist für einen Autodidakten, noch dazu im Rentenalter unmöglich. Also einfach irgendwie loslegen: die alten und neuen Meister studieren und mit deren Anregung auf den Stein losschlagen. Wichtig ist ein Zitat eines Künstlers: "Kunst zu produzieren beinhaltet immer die Bereitschaft zu scheitern" (was auch oft genug passiert). Was bei mir dabei herausgekommen ist, kann man unter "Skulpturen" besichtigen.





Peter Mohr Peter Mohr Peter Mohr



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