Wenn man sich für Steinskulpturen interessiert, kann es hilfreich und interessant sein etwas über die wichtigsten Gesteine Bescheid zu wissen.
Hier also eine kurze Gesteinskunde mit besonderer Berücksichtigung der für den Steinbildhauer wichtigen Gesteine.
Es gibt drei wichtige Gruppen von Gesteinen:
1. Magmatische Gesteine (auch Tiefensteine genannt)
Diese entstehen durch Abkühlung einer Magmaschmelze in grosser Tiefe. Durch tektonische Aktivitäten (Gebirgsbildung) kommen sie an die Erdoberfläche. Bei langsamer Abkühlung können aus den Mineralien grosse Kristalle entstehen. Der bekannteste Vertreter ist der Granit der hauptsächlich aus Feldspäten, Quarz und Glimmer besteht. Je nach Zusammensetzung können verschiedene Färbungen entstehen.
Die grössten Granit-Steinbildhauer waren zweifelsohne die alten Ägypter (z.B. Obeliske).
Ein anderes wichtige Gestein in dieser Gruppe ist Basalt der durch Abkühlung vulkanischer Lava entsteht. Er ist schwarz bis grau und hat oft hellere Einschlüsse. Bei der Abkühlung entstehen oft regelmässige Balaltsäulen.
2. Sedimentgesteine (auch Schichtgesteine genannt)
3. Metamorphe Gesteine
Diese entstehen aus den obigen Gesteinen durch Umwandlung, verursacht durch hohe Temperaturen und Druck im Erdinneren. Dabei ändert sich die Textur und es entstehen geschieferte Gesteine. Am bekanntesten ist der Gneiss.
Das wichtigste metamorphe Gestein für den Bildhauer ist der Marmor! Marmor ist metamorpher kristalliner Kalkstein. Das bedeutendste Vorkommen ist in der Umgebung von Carrara (Michelangelo holte dort seine Steine). Marmor kann rein weiss sein oder mit grauen Schlieren. Es gibt auch vielfarbige Sorten (Portugal, Griechenland).
Ein anderes metamorphes Gestein ist der grüne Serpentinit, der durch Methamorphose aus basaltähnlichem Gesteinen entsteht
